Puma Speedcat “Metallic Silver”: der Hype, der aus 1999 kam

Puma Speedcat "Metallic Silver" (403689-01)
Puma Speedcat “Metallic Silver”: der Hype, der aus 1999 kam
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Puma Speedcat “Metallic Silver”: der Hype, der aus 1999 kam (4)

Der Puma Speedcat “Metallic Silver” (403689-01) ist die x-te Erscheinungsform des Modeschuhs der Stunde: ein Rennpantoffel aus dem Motorsport, jetzt in einem Silber, das glänzt, als wäre es selbst überrascht von seinem Comeback.

Fangen wir bei der unbequemen Tatsache an: Der Speedcat ist kein neuer Schuh, kein seltener Schuh und auch kein besonders fortschrittlicher Schuh. Es ist ein flacher Rennschuh von Ende der Neunziger, der jahrzehntelang Staub schluckte, bis die Modeindustrie kollektiv beschloss, dass flach und schmal das neue dick und luftgedämpft sei. Seither ist diese Silhouette überall, und Puma — das jahrelang verzweifelt nach Relevanz im Sneakergespräch suchte — kann sein Glück kaum fassen.

Die Anatomie eines Hypes

Versteh mich nicht falsch: Dass der Speedcat angesagt ist, heißt nicht, dass er schlecht ist. Die Silhouette hat eine echte Designgeschichte im Automobilsport, und diese Wurzeln siehst du in der stromlinienförmigen, zweckmäßigen Form. Aber es ist gut zu benennen, was du kaufst: keine nennenswerte Dämpfung, keine nennenswerte Unterstützung — ein minimalistischer Schuh, der mit seiner Ausstrahlung steht und fällt. Die Frage ist nicht, ob der Sneaker gut ist, sondern ob er die Aufmerksamkeit wert ist, die ihm die Mode derzeit zuwirft. Meine Einschätzung: Der Hype hat seinen Höhepunkt, die Silhouette bleibt. Wer ihn trägt, weil ihm die Form gefällt, liegt auch in drei Jahren richtig. Wer ihn trägt, weil es alle tun, hat in drei Jahren ein Problem, das kein Schuh lösen kann.

Silber als Statement mit Rückzugsmöglichkeit

Diese metallisch-silberne Ausführung ist klüger, als sie scheint. Silber klingt gewagt, verhält sich in der Praxis aber wie ein Neutral: Es kombiniert mit praktisch jeder Palette und altert optisch besser als grelle Modefarben. Für alle, die den Speedcat-Trend ausprobieren wollen, ohne ihm vollständig ausgeliefert zu sein, ist das ein vertretbarer Einstieg. Und apropos Einstieg: Das Angebot beginnt derzeit bei ab €62,49 bei 6 Shops — für einen Schuh, den die Modepresse wie den heiligen Gral behandelt, ist das auffällig bodenständig.

Dieses Preisniveau ist zugleich das beste Argument gegen den Panikkauf. Es gibt keine Knappheit, die Eile rechtfertigt, so gern das Marketing dich etwas anderes glauben lässt. Sechs deutsche Shops führen ihn, von rund 62 bis 150 Euro — mehr als das Doppelte zwischen dem günstigsten und dem teuersten.

Schluss

Der Speedcat “Metallic Silver” ist ein guter Schuh in einem überhitzten Klima. Kauf ihn wegen dem, was er ist — eine straffe, historisch fundierte Rennsilhouette — und nicht wegen dem, was deine Timeline darüber ruft. Und kauf ihn vor allem nicht zu teuer: Über Solezilla legst du alle Shops, Größen und Preise nebeneinander, mit dem aktuellen Ausgangspunkt ab €62,49 bei 6 Shops. Der Trend ist hektisch genug; dein Kauf muss das nicht sein.

Pascal
Über Pascal

Pascal ist der Jordan-Kenner der Solezilla-Redaktion. Von Elephant Prints bis zu Vatertags-Specials: Er kennt die Geschichten hinter den Klassikern und den neuesten Retros.