Air Max 90 “Pro Green”: fünf Anbieter, und kein einziger Laden mehr

Air Max 90 “Pro Green”: fünf Anbieter, und kein einziger Laden mehr
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Air Max 90 “Pro Green”: fünf Anbieter, und kein einziger Laden mehr (5)

Es gibt Air Max 90-Colorways, die man kauft. Und es gibt welche, bei denen man sofort weiß, dass jemand an diesem Tag Lust hatte, etwas zu beweisen. Der Air Max 90 Premium “Pro Green” (DH4621-300) gehört zur zweiten Sorte, und er gibt bis heute Energie ab.

Warum er diese Reaktion auslöst

Weil zu viel Grün darauf ist, und das ist Absicht. Zwei Grüntöne sogar: ein mittleres Grün als Wildleder über Spitze und Seitenpaneelen, und ein dunkles Waldgrün auf dem Mudguard, um die Ferse und in den Schnürsenkeln. Dazwischen liegt graues Mesh, die einzige ruhige Farbe am ganzen Schuh. Der Swoosh ist gebrochen weiß. Selbst der Fersenblock mit AIR MAX steht in demselben Dunkelgrün, das Logo hält sich also ebenfalls zurück.

Und dann die Sohle. Eine blassrosa, fast nude Zwischensohle mit der Air-Einheit darin, auf einer Gummisohle. Das ist der Zug, der den Schuh macht. Ohne dieses Rosa wäre das ein ordentlicher grüner Air Max 90 gewesen, an dem man im Regal vorbeigeht. Mit diesem Rosa wird es eine Kombination, bei der man kurz hinsehen muss, um zu entscheiden, was man davon hält. Grün, Grau, Rosa und Gummi an einem Schuh, und es funktioniert.

Die Abstimmung ist gespalten

Der Hypescore steht bei uns auf 71, Band RADIATING. Interessanter ist aber, was bei Grail or Bail passiert: 1.255 gegen 460. Fast ein Viertel Bail.

Das ist eine der geteiltesten Abstimmungen im ganzen Feld, und genau das soll ein solcher Schuh tun. Niemand zuckt hier mit den Schultern. Man findet ihn großartig oder man versteht ihn nicht, und beide Lager machen sich die Mühe abzustimmen. Ein Schuh, über den man streitet, ist mir lieber als einer, den alle in Ordnung finden.

Fünf Anbieter, und kein Laden mehr dabei

In Deutschland ist die Lage klar und knapp: fünf Anbieter, allesamt Resale oder Kommission, kein einziger regulärer Händler. Die Preise sind 234 €, 264 €, 297 €, 319 € und 365 €.

Das ist ein enges Feld — 131 € zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot — und es zeigt gut, wie ein Modell aussieht, das seit 2022 nicht mehr nachproduziert wurde. Es gibt keine Preisstaffelung mit einem Cluster auf UVP-Niveau, weil es kein Angebot auf UVP-Niveau mehr gibt. Wer diesen Schuh will, kauft ihn von jemandem, der ihn schon hatte.

Zum Vergleich: in den Niederlanden stehen dieselben Preise, aber acht statt fünf Anbieter. Das deutsche Angebot ist bei diesem Modell also spürbar dünner, und dünneres Angebot heißt weniger Chance, dass die eigene Größe dabei ist.

Was ich täte, bevor man irgendwo klickt: die fünf nebeneinanderlegen und nach der eigenen Größe filtern. Bei so wenigen Anbietern entscheidet sich in zehn Sekunden, ob es diesen Schuh für dich überhaupt gibt. Und wenn nicht: auf der Air Max 90 Modelseite stehen genug Colorways, die noch ganz normal lieferbar sind. Der breitere Nike-Überblick liegt direkt daneben.

Kaijū
Über Kaijū

Kaijū ist Gründer von Solezilla und seit Jahren sneakersüchtig. Er taucht in die Daten hinter jedem Drop ein und behält die niedrigsten Preise scharf im Blick.