New Balance 2002R “Black/Oat”: sicher und gut schließen sich nicht aus

New Balance 2002R "Black/Oat" (U2002RL)
New Balance 2002R “Black/Oat”: sicher und gut schließen sich nicht aus
New Balance 2002R “Black/Oat”: sicher und gut schließen sich nicht aus (2)
New Balance 2002R “Black/Oat”: sicher und gut schließen sich nicht aus (3)

Der New Balance 2002R in “Black/Oat” (U2002RL) macht etwas, das im Sneakerland seltener ist, als es klingt: Er kombiniert Schwarz mit einem warmen, haferfarbenen Einschlag, ohne dass es gezwungen wirkt. Kein Feuerwerk, keine Geschichte — und das ist beim 2002R inzwischen Tradition.

Der 2002R hat sich in den letzten Jahren zur denkenden Alternative innerhalb der New-Balance-Wiederbelebung entwickelt. Wo der 9060 die Aufmerksamkeit einfordert und der 530 die Masse bedient, ist der 2002R das Modell für alle, bei denen es etwas erwachsener sein darf. Die Silhouette stammt aus den höheren Regionen von NBs Laufvergangenheit und trägt diese Solidität sichtbar mit sich. Dass das Modell daneben als Leinwand für einen endlosen Strom von Colorways dient, nehmen wir in Kauf; so wird Erfolg nun einmal ausgemolken.

Dunkel mit weicher Kante

Diese Ausführung verdient innerhalb dieses Stroms allerdings eine eigene Erwähnung. Schwarz mit Oat ist eine Kombination, die auf dem Papier langweilig klingt und am Fuß genau richtig aufgeht: Die dunkle Basis hält es straff, die haferfarbenen Akzente verhindern, dass es düster wird. Das Ergebnis lässt sich das ganze Jahr tragen und beißt sich mit praktisch nichts in einer durchschnittlichen Herrengarderobe. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann den, dass es erneut eine sichere Wahl in einer Reihe ist, die aus sicheren Wahlen besteht. Aber sicher und gut schließen sich nicht aus.

Komfort ist bei diesem Modell kein Diskussionspunkt; die Dämpfungstechnologie aus der Laufecke macht schlicht ihre Arbeit. Es ist ein Schuh zum Tragen, nicht zum Aufbewahren, und so solltest du ihn auch kaufen.

Wo der Gewinn liegt

Finanziell ist der 2002R ein interessanter Fall. Das Modell liegt in der Positionierung über den Einstiegsmodellen, aber diese regulären Colorways entkommen den Aufschlägen, die auf den gehypten Releases lasten. Konkret: Das Angebot beginnt derzeit bei ab €78,00 bei 7 Shops, und das ist für dieses Schuhniveau eine durchaus vernünftige Forderung. Die eigentliche Variation sitzt zwischen den Shops — sieben deutsche Anbieter, von rund 78 bis 231 Euro, also fast das Dreifache. Beliebte Größen verschwinden zuerst bei den günstigsten Anbietern, woraufhin der Rest des Marktes fröhlich die Differenz kassiert.

Daher der bekannte, ungefragte Rat: Wer seine Größe zu einem ordentlichen Preis dastehen sieht, sollte nicht auf ein Wunder warten. Wer aber überhaupt noch wählen muss, braucht sich ebenso wenig hetzen zu lassen. Das ist kein Limited Release; es ist ein guter Schuh in einer guten Farbe, mehr nicht und vor allem: nicht weniger.

Bei Solezilla vergleichst du alle Shops, Größen und Preise für den “Black/Oat” in einer Übersicht — der Einstieg liegt derzeit bei ab €78,00 bei 7 Shops. Nüchtern kaufen passt gut zu diesem Schuh.

Pascal
Über Pascal

Pascal ist der Jordan-Kenner der Solezilla-Redaktion. Von Elephant Prints bis zu Vatertags-Specials: Er kennt die Geschichten hinter den Klassikern und den neuesten Retros.