Du stehst im Laden. Der Karton liegt in deinen Händen, das Preisschild schaut zurück, und du hast genau drei Sekunden, um zu entscheiden, ob das ein guter Kauf ist oder ein teurer Impuls. Bis heute war das Raten. Ab jetzt richtest du deine Kamera auf den Strichcode und du weißt es.
Der Barcode-Scanner von Solezilla ist live. Ein Tippen neben der Suchleiste, Kamera auf, auf den Aufkleber des Schuhkartons richten. Den Rest erledigen wir.
So läuft es
Neben der Suchleiste auf deinem Handy steht ein neues Symbol. Tippe es an und die Kamera öffnet sich. Halte den Strichcode des Kartons ins Bild und der Scanner liest ihn: EAN oder UPC, beides geht. Innerhalb eines Wimpernschlags stehst du auf der Sneaker-Seite, die zu diesem Code gehört.
Und dann der Teil, um den es wirklich geht: deine Größe ist schon gesetzt. Nicht das Modell im Allgemeinen, sondern genau das Paar, das du in der Hand hältst, in der Größe, die auf diesem Karton steht. Ich habe heute Morgen einen New Balance 9060 „Washed Blue” gescannt und bin auf der Seite gelandet, mit „Größe: EU 42,5″ bereits ausgewählt und zehn Shops, die diese Größe führen, der günstigste zuerst.
Was du dort siehst
Alles, was du brauchst, um diese drei Sekunden zu gewinnen. Die Preiskarte mit jedem Shop, der deine Größe auf Lager hat, von günstig nach teuer. Die UVP, damit du weißt, ob du über oder unter der Latte liegst. Den Preisverlauf, damit „guter Kauf” eine Zahl wird statt eines Bauchgefühls. Und den Hypescore in GSv, mit dem Band darunter: steht dieses Paar auf INERT oder gibt es ATOMIC ab.
Funktioniert genauso andersherum. Schrank auf, Karton raus, scannen, und sehen, was heute dafür verlangt wird. Das ist keine Schätzung, das ist der Markt dieses Moments. Oft lehrreicher.
Der Motor darunter
So ein Knopf ist erst etwas wert, wenn Daten dahinterstecken. Bei uns stehen im Moment 859.487 scanbare Barcodes im aktiven Angebot. Davon zeigen 849.300 auf genau einen Sneaker, das sind 98,8 Prozent. Und 754.125 geben obendrein genau eine Größe, knapp 88 Prozent. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle gibt es also keinen Zweifel, welches Paar du in der Hand hältst.
Kennen wir einen Code nicht, sagen wir das einfach. Keine falsche Seite, kein Raten. Diesen verpassten Code merken wir uns außerdem, denn ein Barcode, den wir nicht kennen, ist keine Störung, sondern eine Lücke in unserer Abdeckung. Diese Lücken schließen wir.
Keine Kamera zur Hand
Die Suchleiste ist gleich mitgewachsen. Tippe oder füge eine EAN in das Suchfeld ein und du wirst direkt zum richtigen Sneaker weitergeleitet, mitsamt Größe. Das funktioniert auf jedem Bildschirm, auch hinter deinem Schreibtisch. Der Scan-Knopf selbst ist eine Handy-Handlung und erscheint deshalb nur auf dem Smartphone, auf iPhone und Android.
Woher das kommt
Nicht aus einem Sitzungssaal. Diese Idee entstand in einem Gespräch im Sneaker-Laden TIKE in Ljubljana, wo das Problem in einem Satz zusammengefasst wurde: du hast den Karton in der Hand und weißt noch nichts. Damit sind wir zurückgekommen, und das ist dabei herausgekommen.
Soweit wir wissen, gibt es keine andere Sneaker-Suchmaschine, die das kann. Wir fanden das lange genug ein Manko.
Nimm dein Handy, öffne Solezilla, und richte es auf den nächsten Karton, der dir begegnet. Irgendwo im Laden oder irgendwo in deinem eigenen Schrank. Rule the Hype.

