Asics Hypersync “Graphite Grey”: Grau verkauft sich schon wieder selbst

Asics Hypersync in Graphitgrau
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Der Asics Hypersync “Graphite Grey / Black” (1203A879-021) gibt sich keinerlei Mühe aufzufallen, und das ist vermutlich genau die Absicht. Graphitgrau mit Schwarz, eine gestreamte Runner-Silhouette, bereit, unter jeder Hose zu verschwinden.

Asics sitzt schon eine Weile in der Luxusposition, dass die Marke nichts mehr beweisen muss. Der Gel-Kayano und der GT-2160 haben die schwere Arbeit in der Retro-Ecke erledigt, und nun darf jede neue Silhouette auf diesem Momentum mitfahren. Der Hypersync ist so ein Mitfahrer: ein moderner Lauflook ohne Retro-Ballast, gerichtet an alle, die Asics tragen, weil das inzwischen einfach geht, ohne Erklärung an irgendwen.

Grau als Geschäftsmodell

Seien wir ehrlich: Grau mit Schwarz ist keine Colorway, das ist eine Versicherungspolice. Niemand kauft diese Ausführung aus Leidenschaft; du kaufst sie, weil sie sich mit nichts beißt. Das klingt zynischer, als es ist. Die meisten Rotationen bestehen zu neunzig Prozent aus genau solchen Schuhen, während die aufregenden zehn Prozent im Schrank auf eine Gelegenheit warten, die nie kommt. In dem Sinn ist der “Graphite Grey / Black” ehrlicher als so manches Hype-Release: Er verspricht nichts, was er nicht hält.

Was du tatsächlich kaufst

Der Hypersync stützt sich sichtbar auf die Performance-Linie von Asics: ein flaches, schnell wirkendes Profil mit einem geschichteten Obermaterial in zwei Grautönen und schwarzen Akzenten. Ob man darauf tatsächlich hart laufen sollte, lasse ich offen – die meisten Exemplare werden ihre Kilometer zwischen Büro und Supermarkt machen. Daran ist nichts falsch, solange du ihn nicht mit dem Gedanken kaufst, ein Sammlerstück ins Haus zu holen. Das ist ein Gebrauchsgegenstand, und die Preisgestaltung gehört dazu: Derzeit startet das Angebot bei ab €69,90 bei 17 Shops. Keinen Panikkauf wert, aber einen rationalen.

Die Frage ist nicht, ob das ein guter Sneaker ist – Asics macht selten schlechte – sondern ob er sich von den zehn anderen grauen Runnern im Regal unterscheidet. Die Antwort: kaum. Und das Bemerkenswerte ist, dass das wenig ausmacht. Wer einen verlässlichen Alltagsschuh sucht, hat von Unterscheidungskraft nicht viel; der hat mehr von einem ordentlichen Preis und seiner eigenen Größe auf Lager.

Nüchterner Schluss

Mein Rat ist entsprechend ernüchternd praktisch. Zahl nicht beim erstbesten Shop, denn gerade bei solchen Volumenmodellen gehen die Preise je nach Händler deutlich auseinander. Bei Solezilla stellen wir die Preise, Größen und Shops nebeneinander; das Einstiegsniveau liegt derzeit bei ab €69,90 bei 17 Shops. Vergleichen kostet zwei Minuten. Das ist weniger Zeit, als du für die Rechtfertigung eines Fehlkaufs brauchst – und erheblich günstiger.

Pascal
Über Pascal

Pascal ist der Jordan-Kenner der Solezilla-Redaktion. Von Elephant Prints bis zu Vatertags-Specials: Er kennt die Geschichten hinter den Klassikern und den neuesten Retros.