Gel-Kayano 14 “Cream/Black”: Silber, Mesh und eine violette Ferse

Asics Gel-Kayano 14 Cream / Black (1201A019-108)
Gel-Kayano 14 “Cream/Black”: Silber, Mesh und eine violette Ferse
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Der ASICS Gel-Kayano 14 in Cream/Black (1201A019-108) ist so ein Schuh, an dem man im Laden vielleicht vorbeigeht und den man auf der Straße sofort bemerkt. Auf dem Foto wirkt er ruhig. In echt ist so viel Silber daran, dass er bei jedem Schritt etwas macht.

Was genau darauf ist

Die Basis ist cremefarbenes Mesh — ein feines, leichtes Material, das den Schuh luftig hält. Darüber liegen silberne Metallic-Paneele: über der Spitze, entlang der Schnürung, über dem Mittelpaneel und weit auf die Seite hinaus. Die ASICS-Streifen sind schwarz und laufen als geschichteter Block über die Flanke. Die Fersenkappe ist braun-violett metallic, mit eingeprägtem GEL-KAYANO 14. Unten sitzt die sichtbare GEL-Einheit in der Ferse, auf einer cremefarbenen Zwischensohle und einer weiß-schwarzen Laufsohle.

Unser Titel nennt ihn kurz “Cream/Black”, aber die meisten Händler hängen nicht ohne Grund “Metallic Plum” daran. Diese violettbraune Ferse ist nämlich das einzige warme Element an einem sonst kühlen Schuh, und genau das holt ihn aus der Standard-Ecke der silberweißen Runner heraus.

Worunter er funktioniert

Das ist ein Schuh mit Volumen, man braucht also wenig dazu. Gerade oder leicht weite Jeans in dunkler Waschung funktionieren am besten: Creme und Silber setzen sich dann von der Hose ab, statt darin zu verschwinden. Eine schwarze Hose geht auch, aber dann wird der Kontrast härter und der Schuh ist wirklich der Mittelpunkt des Outfits — in Ordnung, wenn man das will.

Wovor ich warnen würde: Cargos mit vielen Taschen plus dieser Schuh wird schnell unruhig. Der Kayano hat selbst schon so viele Linien und Paneele, dass man oben herum besser ruhig bleibt. Schlichter Pullover, Overshirt, gute Jacke, fertig. Dasselbe gilt für Farbe: das Silber die Arbeit machen lassen und den Rest neutral halten.

Praktisch: ursprünglich ein Laufschuh, er sitzt also großzügig und bequem und man kann einen ganzen Tag darin stehen. Das leichte Mesh ist allerdings empfindlich bei Regen, und das Creme bleibt nicht ewig creme. Man sollte damit rechnen, dass das ein Schuh ist, den man pflegt, und nicht einer, mit dem man im Herbst durch Pfützen geht.

Zwölf Anbieter, und alles über 240 Euro

Hier lohnt sich der genaue Blick. Es stehen zwölf Anbieter, und die Preise laufen von 240 € bis 509 €. Die Staffelung: 240 €, 267 €, 271 €, dann gleich dreimal 290 €, danach 315 €, 319 €, 326 €, und oben heraus 375 €, 460 € und 509 €.

Auffällig ist das dichte Feld um 290 €: drei Anbieter mit identischem Preis. Das ist der Betrag, auf den sich der deutsche Markt bei diesem Modell eingependelt hat. Wer 240 € findet, liegt also spürbar unter dem, was hier üblich ist — und wer 509 € zahlt, mehr als doppelt so hoch wie der günstigste Anbieter, für exakt denselben Schuh.

Bei so vielen Anbietern bedeutet eine solche Spanne meistens, dass der günstigste nur noch ein paar Größen hat und der teuerste die volle Range. Also nicht nur auf den niedrigsten Betrag schauen, sondern auf den niedrigsten Betrag, bei dem die eigene Größe steht — das macht hier realistisch hundert Euro aus.

Der Hypescore steht auf 80, Band ATOMIC, bei 1.684 Grail gegen 211 Bail. Der Gel-Kayano ist also längst kein Geheimtipp mehr, und das sieht man an den Preisen. Was ASICS sonst noch in diesem Register macht, steht direkt daneben.

Niek
Über Niek

Niek ist Sneaker-Redakteur bei Solezilla mit einer Schwäche für adidas und alles, was Designer wie Pharrell anfassen. Er gräbt gern aus, was eine Zusammenarbeit wirklich besonders macht.