adidas Samba “Wales Bonner – Studded Pack – Cream”: cremefarbenes Leder mit goldenen Nieten

adidas Samba “Wales Bonner – Studded Pack – Cream”: cremefarbenes Leder mit goldenen Nieten
adidas Samba “Wales Bonner – Studded Pack – Cream”: cremefarbenes Leder mit goldenen Nieten (2)
adidas Samba “Wales Bonner – Studded Pack – Cream”: cremefarbenes Leder mit goldenen Nieten (3)
adidas Samba “Wales Bonner – Studded Pack – Cream”: cremefarbenes Leder mit goldenen Nieten (4)
adidas Samba “Wales Bonner – Studded Pack – Cream”: cremefarbenes Leder mit goldenen Nieten (5)

Es gibt Sambas, die man kauft, weil sie zu allem passen, und es gibt Sambas, die man kauft, weil sie einem Outfit eine Richtung geben. Dieser hier gehört zur zweiten Sorte. Der adidas Samba, den Wales Bonner für das Studded Pack gezeichnet hat, bleibt im Kern ein Samba — flach, schmal, sofort erkennbar — aber die Ausführung holt ihn aus der sportlichen Ecke und stellt ihn neben die etwas feineren Sachen im Schrank.

Was man sieht, wenn man ihn in der Hand hält

Das gesamte Obermaterial ist in warmem cremefarbenem Leder gehalten, ohne Kontrastfarbe, die die Form zerschneidet. Auf den drei Streifen sitzen goldene Nieten, in Reihen über jeden Streifen verteilt, und die Ränder dieser Streifen sind gezackt statt glatt abgeschnitten. Dieses kleine Zackenmuster macht den Schuh weich statt streng. Oberhalb der Streifen laufen noch ein paar einzelne Nieten in Richtung Schnürung, und auch der Rand der Zunge ist eingefasst.

Unten liegt eine dunkle Sohle, die das Ganze am Boden hält. Ohne diese dunkle Linie würde das viele Creme zu sehr schweben; so bekommt der Schuh eine klare Basis und die Silhouette bleibt flach. Die Ferse ist zusätzlich abgesteppt und wirkt dadurch fester als die glatte Spitze. Die Schnürsenkel haben denselben Ton wie das Leder, damit nichts die Farblinie unterbricht.

Wo er am besten zur Geltung kommt

Creme ist der einfachste Neutralton, mit dem man arbeiten kann. Er liegt nah an Off-White, ist aber wärmer, und genau das macht den Unterschied. Neben kaltem Weiß wirkt Creme grau, neben Ecru, Kamel, Sand und hellem Braun geht er dagegen auf.

Am meisten holt man aus dem Schuh heraus, wenn man das Gold ein einziges Mal aufgreift. Eine dünne Goldkette, eine Gürtelschnalle, ein Uhrengehäuse — nicht mehr als ein Echo, sonst wird daraus ein Thema. Der Rest darf ruhig bleiben: eine gerade Hose in Creme oder Hellbraun mit Umschlag oberhalb des Knöchels, ein weißes Hemd und darüber ein Strick in Gebrochenweiß oder Dunkelbraun. Die dunkle Sohle fängt das Braun auf, die Nieten erledigen den Rest.

Funktioniert ebenfalls gut: ein langer Rock oder ein Kleid aus Wolle oder Baumwolle in einem gebrochenen Weißton, bei dem der Schuh knapp unter dem Saum hervorschaut. Weil der Samba so flach und schmal ist, bricht er die Linie eines langen Rocks nicht ab, wie es ein klobiges Modell tun würde. Und zu Denim: dann lieber keine kräftige Indigowaschung, sondern eine helle, ausgewaschene — oder gleich Ecru-Denim. So bleibt der Schuh das Detail und wird nicht zum Gegenspieler.

Zwei praktische Anmerkungen. Cremefarbenes Leder auf dunkler Sohle bedeutet, dass zuerst der Übergang zwischen Sohle und Obermaterial schmutzig wird — das ist die Stelle, die man im Auge behält, nicht die Spitze. Und der Samba fällt schmal und flach aus; bei einem breiteren Fuß ist das ein Modell, bei dem man die Größenberatung ernst nehmen sollte, statt einfach die gewohnte Größe zu bestellen.

Was das Angebot in Deutschland zeigt

Das ist kein Modell, das man bei den regulären adidas-Händlern aus dem Regal nimmt. Aktuell stehen auf diesem Style-Code (IG4304) fünf aktive Angebote — und die stammen ausnahmslos von Resale- und Marktplatz-Anbietern, nicht vom normalen Handel. Der niedrigste Preis liegt bei rund 300 Euro, nach oben wird die Spanne dann sehr breit. Genau das ist typisch für eine ausverkaufte Designer-Kooperation: Der Preis folgt nicht dem Modell, sondern der Größe, die irgendwo noch liegt.

Der Hypescore dieser Colorway steht hier bei 70, Band RADIATING, und das passt zu dem, was das Angebot zeigt: viel Nachfrage, wenige Paare, kein regulärer Ladenweg mehr. Wer ihn trotzdem will, sollte pro Größe vergleichen, statt sich am niedrigsten genannten Preis zu orientieren — auf der Seite zu diesem Samba stehen alle Anbieter nebeneinander, samt der Frage, welche Größe wo noch verfügbar ist.

Dorine
Über Dorine

Dorine schreibt für Solezilla über Sneaker-Kultur, Damen-Releases und die Trends, die das Straßenbild prägen. Ein gutes Angebot erkennt sie aus einem Kilometer Entfernung.